10. Türkische Baumhasel

Deutscher Name:

Türkische Baumhasel

Botanischer Name:

Corylus colurna L.

Trivialnamen:

Baumhasel

Fremdländische Namen:

Engl. Turkish hazel, Turkish filbert

Familie:

Betulaceae, Birkengewächse (früher Corylaceae, Haselgewächse)

Standort im Park:

N 51.42945°,  E 6.76755°

Etymologie:

Corylus(lat.), Hasel; colurnus (lat.), aus Haselholz

Lebensraum:

Der Lebensraum der Türkischen Baumhasel sind sonnige bis halbschattige Mischwälder mit tiefgründigen, nährstoffreichen Böden.

Heimat:

Südosteuropa und Kleinasien über den Transkaukasus und Kaukasus bis in den Himalaya. 1582 wurde die Türkische Baumhasel von David v. Ungnad aus Konstantinopel nach Niederösterreich gebracht.

Verwendung:

Möbelbau, Wasserbau (Holz fault kaum), qualitativ minderwertiges Material eignet sich als Brennholz. In Europa wird das Holz dieses Baumes allerdings nicht gehandelt, da es keine nutzbaren Bestände mehr gibt. Die Nüsse sind essbar. Als Park- und Straßenbaum ein sehr häufig angepflanzter und pflegearmer Baum.

 

Biologie:

Habitus:

Wuchshöhe 15m bis 20m, durchgehender Stamm, breit kegelförmige und sehr dichte Krone. Langsam wüchsig, Stamm bis zu 60cm Durchmesser.

Wurzel:

Hauptwurzeln tiefgehend, Feinwurzeln sind oberflächennah, Herzwurzelsystem.

Rinde/Borke:                                                  

Junge Triebe: hellgelblich-grau, alte Borke: längsrissig, korkartig, grau weiß.

Blätter:

Wechselständige Anordnung, breit eiförmig, dunkelgrün, in einer scharf gezogenen Spitze endend. Herbstfärbung ist goldgelb.

Blüten:

Windblüter, einhäusig, männliche Blütenkätzchen grüngelb bis zu 12cm lang, weibliche Blüten sehr klein, purpurfarben. Blütezeit: März bis April, je nach Witterung  manchmal schon im Februar.

Früchte: 

3-5 Stück auf einem langen Stiel und an der Basis mit den tiefzerschlitzten Fruchthüllen büschel- oder knäuelförmig verwachsen. Die Früchte sind ab August reif und fallen auf den Boden, sie sind essbar.

Alter:

Unter optimalen Bedingungen wird die Türkische Baumhasel 100 bis 150 Jahre.

Besonderheiten:

Die Baumhasel verträgt Trockenheit und Hitze, sie ist industriefest und winterhart. Sie ist ein Stadtbaum und wird hier nicht krank oder von Insekten befallen. In der Blütezeit oder nach dem Verzehr von den Haselnüssen leiden viele Menschen unter Allergien. Das Holz findet Verwendung als Bauholz, im Möbelbau, als Drechslerholz und für die Holzschnitzerei. Die Samen bzw. Öl finden in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie Verwendung.

 

Quellen:

Stängle, Florian (o.J.), in: Baumpflege: Türkische Baumhasel, URL: http://www.staengle-baumpflege.de (Stand: 29.06.2014).

 

Redaktion waldwissen.net (2013) in: Die Baumhasel, URL: http://www.waldwissen.net (Stand: 29.06.2014).